Interesse an einem Studium an der Universität Stuttgart? Dann bewerben Sie sich. Für viele Studiengänge läuft der Bewerbungszeitraum zum Sommersemester 2026 bis zum 15. Januar.
Digitale Technologien, Automatisierung und Künstliche Intelligenz verändern Prozesse in der Produktion, Materialverarbeitung oder Logistik grundlegend. Wer an der Universität Stuttgart studiert, bekommt das nötige Rüstzeug, um die Industrie von morgen mitzugestalten. Mit dem neuen M.Sc. Fundamentals and Applications of Mechanical Engineering (FAME) und dem erst dieses Jahr angelaufenen M.Sc. Engineering Cybernetics erweitert die Universität Stuttgart ihr Angebot an englischsprachigen Masterstudiengängen und greift aktuelle Zukunftsthemen in der Lehre auf.
Für einen Studienplatz im nächsten Jahr können Sie sich aktuell noch bis zum 15. Januar 2026 bewerben. Bitte beachten Sie: Für die meisten englischsprachigen Master muss man sich mindestens ein halbes Jahr vor Semesterstart bewerben. Das Wintersemester beginnt im Oktober, das Sommersemester im April.
Neuer Studiengang FAME: Maschinenbau der Zukunft mitgestalten
Praxisnah und interdisziplinär studieren wird im neuen englischsprachigen Masterstudiengang FAME großgeschrieben. FAME steht für Fundamentals and Applications of Mechanical Engineering. In dem aufbauenden Maschinenbaustudium vertiefen die Studierenden ihr Wissen in Bereichen wie Konstruktion und Fertigungstechnik, Thermodynamik, Strömungsmechanik, Werkstoffkunde, Regelungstechnik und Projektmanagement.
„Ob in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, in der Medizintechnik oder im Energiesektor, überall dort brauchen wir intelligente Technologien und Systeme. Wer den Maschinenbau der Zukunft mitgestalten möchte, ist in FAME bestens aufgehoben“, empfiehlt Professor Matthias Kreimeyer, Projektleiter für den Aufbau des neuen Studiengangs und Prodekan der Fakultät Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik.
Der Master-Studiengang M.Sc. Fundamentals and Applications of Mechanical Engineering (FAME) startet zum Wintersemester 2026/27. Die Bewerbung ist ab sofort und noch bis 15. Januar 2026 möglich.
Die Studierenden lernen nicht nur im Hörsaal, sondern in modernen Laboren, in Forschungsprojekten sowie bei Partnern aus der Industrie und anderen Forschungseinrichtungen. In einem Praxissemester wird das Gelernte in der Arbeitswelt angewandt und um wertvolle Skills für Studium und Beruf ergänzt. Parallel besuchen die Studierenden ein arbeitswissenschaftliches Seminar, um ihre Erfahrungen in der Industrie zu reflektieren.
Internationale Studierende macht der Master gezielt fit für den deutschen Arbeitsmarkt: Deutsch als Fremdsprache, Kultur und Landeskunde stehen auf dem Lehrplan. „Wir wollen es den Studierenden, die aus dem Ausland zu uns kommen, einfacher machen, sich in Deutschland einzuleben“, sagt Kreimeyer.
FAME-Absolvent*innen sind bei Arbeitgebern in Wirtschaft und Forschung gefragt. „Unsere Absolventinnen und Absolventen können zum Beispiel eine Karriere im Projektmanagement oder auch in der Forschung und Entwicklung starten“, so Kreimeyer. „Zudem gibt es die Option, zu promovieren und eine akademische Laufbahn einzuschlagen.“
M.Sc. Engineering Cybernetics: Fit für komplexe Robotik- und KI-Entwicklungen
Ob selbstlandende Raketen, adaptive Gebäude oder medizinische Prothesen: Kybernetik ist überall. Denn um komplexe Probleme zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, im Maschinenbau, in der Biomedizin oder bei Energiesystemen zu lösen, muss man diese abstrahieren und die dynamischen Systeme dahinter modellieren, verstehen und regeln können.
Der erst in diesem Jahr gestartete Studiengang M.Sc. Engineering Cybernetics ist das englischsprachige Pendant zu dem seit 1972 etablierten deutschen Master-Studiengang Technische Kybernetik. Dessen Ausbildungserfolge können sich sehen lassen: Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2022 konnten über 80 Prozent der Alumni innerhalb der ersten drei Monate und 100 Prozent nach 10 Monaten eine Stelle finden – Zahlen, die auch für die Absolvent*innen des englischsprachigen Masters glänzende Karriereperspektiven erwarten lassen.
Die Bewerbung für das Wintersemester 2026/27 ist ab sofort und noch bis 15. Januar 2026 möglich.
Der Schwerpunkt des Studienprogramms liegt auf der Erarbeitung eines umfassenden und breiten Grundlagenwissens in den Kernbereichen der Technischen Kybernetik, insbesondere in der Regelung, der Systemdynamik sowie der Modellierung und Simulation. Diese werden durch einen vertieften Einsatz einer Reihe von angewandten mathematischen Werkzeugen ergänzt.
„In der technischen Kybernetik lernen die Studierenden grundlegende Konzepte, die sie in die Lage versetzen, komplexe Probleme in verschiedenen Anwendungsbereichen zu bewältigen. So können sie beispielsweise lernen, das Verhalten eines Roboters mathematisch zu beschreiben, seine Eigenschaften zu analysieren und eine Regelung zu entwerfen, die dafür sorgt, dass eine bestimmte Aufgabe präzise ausgeführt wird“, erklärt Jonas Mair, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik.
KI in der Luft- und Raumfahrttechnik: Neue Vertiefungsrichtung
Seit dem Wintersemester können Masterstudierende der Luft- und Raumfahrttechnik eine neue englischsprachige Vertiefungsrichtung zum Thema Künstliche Intelligenz wählen. Die Universität Stuttgart ist die erste Universität weltweit, die in der Lehre einen solchen Schwerpunkt anbietet. „Die durchgängige Verbindung von KI, physikalischen Phänomene und operationellen Anwendungen, macht die Vertiefungsrichtung einzigartig. Eine vergleichbare Tiefe, Breite und sicherheitskritische Ausrichtung findet sich bislang an keiner anderen Universität“, sagt Zamira Daw, Professorin für Luftfahrtsysteme.
Die Studierenden lernen etwa, Einsatzmöglichkeiten für KI in der Flugverkehrsüberwachung oder für Assistenzsysteme im Cockpit kennen, oder auch beispielsweise Turbulenzen mithilfe datengetriebener Modelle zu simulieren, um technische Systeme zu optimieren. „KI wird in der Luft- und Raumfahrt eine immer größere Rolle spielen“, so Daw. „Wir befähigen unsere Studierenden dazu, gekonnt mit den Chancen und Risiken umzugehen. So bereiten wir sie bestmöglich auf eine Karriere in der nächsten Generation der Luft- und Raumfahrttechnik vor.“
Jacqueline Gehrke
Onlineredakteurin